Willkommen beim NABU Rheiderland

Der Naturschutzbund NABU möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

Der NABU gibt Auskunft zu Natur und Umwelt…

Bei  allen Fragen rund um Vögel, Pflanzen, andere Tiere, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen.

NABU-Infohotline

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Emsstau vernichtet zahlreiche Vogelbruten

NABU kritisiert Gelegeverluste durch Schiffsüberführung

Ende März wurde das Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ von Papenburg nach Eemshaven überführt. Der dafür nötige Emsaufstau hat jedoch zu zahlreichen Gelegeverlusten bei der örtlichen Vogelpopulation geführt, wie ehrenamtliche Vogelbeobachter feststellen mussten. So wurden am vergangenen Wochenende an einem 10 m langen Abschnitt des Emsufers bei Hatzumersand alleine bei einer schnellen Überprüfung über 200 in die Ems gespülte Gänseier gefunden. „Bei ca. 1.300 bekannten Gänsenestern zwischen Weener und Emssperrwerk müssen wir mit tausenden ertrunkenen Gelegen rechnen.“, zeigt sich Ihno Völker vom NABU Leer betroffen.

Ein Winterstau der Ems zur Schiffsüberführung ist zwar bis Ende März erlaubt, jedoch müssen dabei die Naturschäden so gering wie möglich gehalten werden. Zudem gilt das Tötungsverbot von Wildtieren aus dem Bundesnaturschutzgesetz. „Hier wurde auf den letzten Drücker mit maximal möglicher Aufstauhöhe noch schnell ein Schiff überführt, im wahrsten Sinne des Wortes, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir müssen von mehreren tausend verlorenen Küken ausgehen. Dies betrifft vor allem Gänse, Enten und Kiebitze.“, erläutert Völker. „Während der Brutzeit hätten Vorkehrungen getroffen werden müssen, damit keine Vögel in den gefährdeten Bereichen brüten. Mit den bekannten Gelegen hätte diese Überführung so nicht genehmigt werden dürfen“, so der Naturschützer. „Wir fordern, dass in Zukunft der Artenschutz berücksichtigt und damit deutlich mehr Rücksicht auf die Tiere genommen wird.“

Eine Vereinbarung im Rahmen des Masterplan Ems ermöglicht der Meyerwerft vom 16.07. bis 31.03. eines jeden Jahres einen Winteraufstau bis 2,70 NHN (Normalhöhennull). In diesem Fall wurde für die Überführung mehr als 40 Stunden über + 2,00 m HNH angestaut und eine Überführung am 30.03.2022 mit 2,72 ü. NHN (Pegel Terborg) durchgeführt.

Zahlreiche Grauganseier liegen im Spülsaum in der Nähe der Emsinsel Hatzumersand

Doch offenbar wären die Gelege auf der Insel auch ohne künstliche Aufstauung nicht zu retten gewesen. Zu dem Schluss kommt der NLWKN nach Informationen des NDR in Niedersachsen.

Denn laut Dirk Post, dem Leiter des NLWKN in Aurich, waren die Pegelstände des Flusses auch in der ersten Aprilwoche - also deutlich nach der Emsüberführung - so hoch, dass die Insel Hatzumer Sand noch viermal komplett überflutet wurde. Spätestens dann also wären ihm zufolge die Eier weggespült worden. In einem Punkt sind sich Behörde und Naturschützende jedoch einig: Wegen des guten Wetters im März haben die Gänse ungewöhnlich früh ihre Eier gelegt. Das eher schlechte Wetter in der ersten Aprilwoche sorgte dann für das Hochwasser. Wann genau die Eier weggespült wurden, lasse sich so nicht mehr nachvollziehen.

Mit dem Kutter Heike in die Vogelwelt der Ems

18.05.2022 14:00 - 15:30 Uhr 29.05.2022  12:00 - 13:30 Uhr

Die Ems ist einer der drei großen tidebeeinflussten Flüsse Niedersachsens. Ihre Flussmarschen mit Röhrichten und teils extensiv bewirtschafteten Vordeichwiesen sind ein bedeutendes Brut-und Rastgebiet für viele Vogelarten. Während der Schiffstour sehen wir die Vögel mal aus einer ganz anderen Perspektive, und können mit etwas Glück Gänsefamilien mit ihren Küken auf dem Wasser oder Wiesenvögel, die in den Wiesen nach Nahrung suchen, beobachten.

Treffpunkt  Hafen Ditzum

Kosten: 20,- €

Anmeldung erforderlich   Agnes Ratering 04959-3299987  agnes.ratering@gmx.de

 

 

Flugplatz Wattenmeer              Vogelbeobachtung am Dollart

28.08.2022  10:00 - 12:00 Uhr

Die Wattflächen und Salzwiesen des Dollart sind ein wichtiges Nahrungsgebiet für zahlreiche Vögel. Sie ernähren sich von Krebsen, Muscheln, Insekten und Würmern im Watt. An der Bohrinsel bei Dyksterhusen  können unter Leitung von Nationalparkführerin Agnes Ratering und Vogelexperte Bernd Rauer die Vögel nicht nur beobachtet werden, sie erfahren auch warum und wie Tiere und Pflanzen in diesem besonderen Lebensraum überleben können.  Ein kleines Picknick versorgt die Teilnehmer zwischendurch mit neuer Energie. Die Bohrinsel ist mit dem PKW zu erreichen und größtenteils ebenerdig.

Treffpunkt: Bohrinsel bei Dyksterhusen.

 

Die Kosten: 10 € für Erwachsene, 5 € für Kinder.

 

Anmeldung erforderlich   Agnes Ratering 04959-3299987  agnes.ratering@gmx.de

 

 

 

Wildgänse und mehr

22.10.2022  16:00 - 19:00 Uhr             12.11.2022  14:30 - 17:00

Die großflächigen und feuchten Wiesen und Weiden des Rheiderlandes sind für Wildgänse ein wichtiges Nahrungsgebiet. Hier können sie sich mit den notwendigen Futterreserven versorgen, bevor sie ab Mitte März zu ihrer langen Reise Richtung Norden in ihre Brutgebiete starten. Bei einem Ausflug zu den interessanten Beobachtungspunkten bieten Nationalparkführer*in Agnes Ratering und Edzard Busemann spannende Einblicke in das Familienleben der Wildgänse.

Die Teilnehmenden werden im eigenen PKW von Edzard Busemann durch seine Heimat, das Rheiderland geführt. Alles Wissenswerte über die verschiedenen, zum Teil vom Aussterben bedrohten  Arten wird unterwegs über Funkgeräte weitergegeben. Höhepunkt der Führung findet am Dollart statt. Dort erwarten wir die Gänse, die hier in der Dämmerung an ihren Schlafflächen eintreffen. Bei den vielen Gänseformationen am Himmel und dem allgegenwärtigen Geschnatter stellt sich der ein oder die andere vielleicht vor, er oder sie wären wie Nils Holgerson auf dem Rücken einer Gans unterwegs, um von oben einen ganz neuen Blick auf die Erde zu bekommen. Bei diesem beeindruckenden Naturschauspiel probieren wir, was das Rheiderland Kulinarisches zu bieten hat: selbstgebackenes Brot, eine wärmende Suppe und selbst gepresste Obstsäfte von Rheiderländer Streuobstwiesen. Die angefahrenen Beobachtungspunkte sind barrierefrei.

Ort: Jemgum

Veranstalter: NABU Rheiderland

Kosten: Erwachsene 12,-€  Kinder  6,- €

Treffpunkt: Pendlerparkplatz Soltborg an der A 31 Abfahrt Jemgum/Bingum (53.231921, 7.396351)

Anmeldung: Agnes Ratering 04959-3299987  agnes.ratering@gmx.de

 

Edzard Busemann 04953-921585  eb@cbycb.de

 

 

 

 

Frühstück mit den Wildgänsen

13.11.2022    7:30 - 9:30 Uhr

Frühstück mit den Gänsen am Kiekkaaste

Am Kiekkaaste bei Nieuwe Statenzijl wollen wir den imposanten Abflug der Gänse zu ihren Äsungsflächen ins Rheiderland beobachten. Im Dollart, der auch Teil des Nationalpark Wattenmeer ist, übernachten sie geschützt vor ihren Feinden. Schon kurz vor Sonnenaufgang machen sich die Frühaufsteher mit ihren Familiengruppen auf den Weg. Nach und nach folgen dann die großen Schwärme mit einem nicht zu überhörendem Geschnatter. Dieses tolle Naturschauspiel  wollen wir mit heißem Tee oder Kaffee und einer lecker belegten Stulle auf uns wirken lassen. Man sollte mit warmen Schuhwerk, Mütze und Schal ausgestattet sein. Ein gutes Spektiv ist vorhanden, wenn vorhanden, sollten Ferngläser mitgebracht werden. 

 

Kosten: 10,- € Kinder 5,- € Anmeldung erforderlich

 

Treffpunkt ist das Schöpfwerk oder die Schleuse an der Westerwoldschen Aa

Anfahrt über die A280 Richtung Groningen, Abfahrt Bunde West, dann links auf die Neuschanzer Str. den Hinweisschildern Kiekkaaste folgen.

 

Anmeldung: Agnes Ratering 04959-3299987  agnes.ratering@gmx.de

 

Termine:

Sonntag,   23.01.2022    7:30 - 9:30 Uhr

 

 

Unterwegs im Landschaftsschutzgebiet Rheiderland

Das Rheiderland zählt mit seiner landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft , mit seinen zeit- und teilweise feuchten bis nassen Wiesen und Weiden wegen seines „von Offenheit und Weite geprägten Charakters“ sowie seiner Lage „im Nahbereich von Ems und Dollart zu den avifaunistisch bedeutendsten Gebieten im westlichen Niedersachsen“. (NLWKN) Vögel, die ihre Schlafplätze im Dollart und am Geisesteert, der Oldersumer Marsch sowie entlang des Fehntjer Tief haben, nutzen das Gebiet zur Nahrungssuche.       

Als Rastplatz für Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel und Kiebitz sowie als Überwinterungsgebiet für Nordische Gänse, wie Bläss- und Nonnengänse hat das Rheiderland nationale bis internationale Bedeutung.

Wer dieses Naturerlebnis aufsuchen möchte, sollte sich an ein paar einfache Regeln und rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Tieren, Pflanzen und natürlich auch Menschen halten.

 

Bleiben Sie auf zugelassenen, markierten Wegen, ganz besonders in der Brutzeit.

Ihr Hund darf Sie begleiten, ist aber immer angeleint. Rastvögel, die von Hunden verscheucht werden, verbrauchen mühsam angefressene Energie, die sie für ihren Weiterzug brauchen.

Brutvögel nehmen den Hund als Feind wahr, geraten nicht selten in Panik und entfernen sich vom Nest. Je nach Häufigkeit kann das fatale Folgen auf den Bruterfolg haben.

 

 

Gänsebustour durch das Rheiderland

Nicht nur die Wildgänse, sondern Schwärme von Kiebitzen und  Staren, hunderte Pfeifenten an der Ems, und die vielen Silber- und Graureiher sind die Attraktion bei den Gänseexkursionen durch das Rheiderland. In  großen Trupps können  Bläss- und Nonnengänse gesichtet werden.  Im Herbst sind die jungen Blässgänse noch gut zu erkennen, sie haben noch keine weiße Blässe über dem Schnabel und auch die dunklen Bauchstreifen sind noch nicht da. Zusammen mit ihren Eltern haben sie den weiten Weg vom eisigen Norden in das  Rheiderland geschafft und füllen jetzt ihre Kraftreserven auf den den Wiesen wieder auf.

Unvergeßliche Eindrücke gewinnt man an der Bohrinsel, wenn bei untergehender Sonne Tausende von Bläss- und Weißwangengänsen in den Dollart einfliegen.

Auf Anfrage planen wir gerne eine Bustour mit Ihnen durch das Rheiderland. Mindestteilnehmerzahl 7 Personen

Ansprechpartner: Agnes Ratering ,  agnes.ratering@gmx.de und Edzard Busemann  eb@cbycb.d