Der NABU gibt Auskunft zu Natur und Umwelt…

Bei  allen Fragen rund um Vögel, Pflanzen, andere Tiere, Natur- und Umweltschutz sowie Gartenthemen.

NABU-Infohotline

Tel. 030 – 284 984 – 6000

Montag bis Freitag: 9.00 – 16.00 Uhr

Willkommen beim NABU Rheiderland

Der Naturschutzbund NABU möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

Unterwegs im Landschaftsschutzgebiet Rheiderland

Das Rheiderland zählt mit seiner landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft , mit seinen zeit- und teilweise feuchten bis nassen Wiesen und Weiden wegen seines „von Offenheit und Weite geprägten Charakters“ sowie seiner Lage „im Nahbereich von Ems und Dollart zu den avifaunistisch bedeutendsten Gebieten im westlichen Niedersachsen“. (NLWKN) Vögel, die ihre Schlafplätze im Dollart und am Geisesteert, der Oldersumer Marsch sowie entlang des Fehntjer Tief haben, nutzen das Gebiet zur Nahrungssuche.       

Als Rastplatz für Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel und Kiebitz sowie als Überwinterungsgebiet für Nordische Gänse, wie Bläss- und Nonnengänse hat das Rheiderland nationale bis internationale Bedeutung.

Wer dieses Naturerlebnis aufsuchen möchte, sollte sich an ein paar einfache Regeln und rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Tieren, Pflanzen und natürlich auch Menschen halten.

 

Bleiben Sie auf zugelassenen, markierten Wegen, ganz besonders in der Brutzeit.

Ihr Hund darf Sie begleiten, ist aber immer angeleint. Rastvögel, die von Hunden verscheucht werden, verbrauchen mühsam angefressene Energie, die sie für ihren Weiterzug brauchen.

Brutvögel nehmen den Hund als Feind wahr, geraten nicht selten in Panik und entfernen sich vom Nest. Je nach Häufigkeit kann das fatale Folgen auf den Bruterfolg haben.

 

 

Gefährdungen durch die Vogelgrippe

NABU Ostfriesland fordert eine  vorbehaltlose Aufklärung der Verbreitungswege der Geflügelpest und Schutzmaßnahmen für Wildvögel

Ostfriesland – Seit einigen Wochen ist es wieder so weit, den NABU Ostfriesland erreichen zahlreiche Anrufe wegen verendeter Wildvögel von der Küste und aus dem Rheiderland. Insbesondere verendete Gänse, aber auch Enten, Möwen, Krähen, Bussarde und Graureiher werden gefunden. „Mittlerweile hat man das Gefühl, dass kommt alle Jahre wieder.“, berichtet Jan Schürings von der NABU Regionalgeschäftsstelle Ostfriesland. „Als Ursache für die mittlerweile häufigen Vogelgrippe-Ereignisse werden von einigen Seiten oft die Wild- und Zugvögel genannt. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jedoch eher auf die Verbreitung des Virus über die Massentierhaltung hin. Wir fordern daher, die Verbreitungswege über die Geflügelindustrie genauer unter die Lupe zu nehmen und Maßnahmen zum Schutz der Wildvögel zu ergreifen.“, so Schürings weiter. Dass das Vogelgrippe-Virus sich unter Wildvögel verbreiten kann, ist unbestritten. Jedoch ist eine großräumige Verbreitung durch Zugvögel unwahrscheinlich, da die Tiere relativ schnell verenden und den Vogelzug gar nicht schaffen. Eine Übertragung des Virus an die Wildvogelpopulationen durch die Geflügelindustrie ist daher eher wahrscheinlich. Gerade bei geschlossenen Massentierhaltungen ist ein Vireneintrag über den weltweiten Geflügelhandel und seine Stoffströme wahrscheinlicher als eine Infizierung durch Kontakt mit erkrankten Wildvögeln. Das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (WAI) stellte schon 2017 zum damaligen Vogelgrippeausbruch fest: „Der Ablauf des Geflügelpest-Seuchengeschehens 2016/2017 lässt sich in großen Teilen nicht mit der These vereinbaren, dass Wildvögel eine zentrale Rolle spielen. Vielmehr zeigen sich Zusammenhänge mit betrieblichen Abläufen in der Geflügelwirtschaft. Deren Rolle ist allerdings bisher unzureichend aufgeklärt - soweit das anhand der öffentlich zugänglichen Informationen beurteilt werden kann.“ Nur wenn die genauen Verbreitungswege bekannt sind, kann man etwas gegen zukünftige Ausbruchsgeschehen in Wildvogelpopulationen und in Geflügelbetrieben unternehmen.

Zum Schutz der Wildvogelpopulationen vor der Vogelgrippe wären bauliche Maßnahmen an den Ställen wie z.B. virendichte Abluftfilter anzuraten. Zudem sollten Transporte geschlossen stattfinden und Geflügelgülle und -mist sollte vor der Ausbringung thermisch behandelt werden. Diese Maßnahmen sollten insbesondere in EU-Vogelschutzgebieten Standard werden.

„Das nun verschiedentlich die Gefahr für die Wiesenvögel erwähnt wird, deutet darauf hin das hier verschiedene Wildvogelarten gegeneinander ausgespielt werden sollen. Auf keinen Fall darf die Gefahr für die Wiesenvögel als Vorwand für z.B. eine Vergrämung der Gänse genutzt werden. Der Rückgang der Wiesenvögel liegt vielmehr im Verlust von artenreichem Feuchtgrünland.“, erläutert Elke Dirks, Vorsitzende des NABU Ostfriesland, ihre zusätzlichen Sorgen. Zum Schutz anderer Vogelarten sollten Kadaver toter Vögel möglichst zügig eingesammelt und entsorgt werden.

 

 

Federn, Spuren und Zeichen an der Küste

28.08.21 13:00 – 15:30 Uhr

Die Wattflächen und Salzwiesen des Dollart sind ein wichtiges Nahrungsgebiet für zahlreiche Vögel. Sie ernähren sich von Krebsen, Muscheln, Insekten und Würmer im Watt. An der Bohrinsel bei Dyksterhusen können unter Leitung von Nationalparkführerin Agnes Ratering und Vogelexperte Bernd Rauer die Vögel nicht nur beobachtet werden, es sollen auch ihre Spuren verfolgt werden. Egal ob Federn, Muschelschalen, Fuß -oder Fraßspuren, alle Hinterlassenschaften der Tiere geben uns Hinweise auf die verschiedenen Arten und ihr Verhalten. Wie die Tiere und Pflanzen in diesem besonderen Lebensraum überleben können, soll ebenfalls erläutert werden. Ein kleines Picknick versorgt die Teilnehmer zwischendurch mit neuer Energie.

Ort: Jemgum

Veranstalter: NABU Rheiderland

Treffpunkt: Bohrinsel bei Dyksterhusen, Jemgum

Die Kosten: 10 € für Erwachsene, 5 € für Kinder.

Anmeldung: AgnesRatering Tel 04959-3299987    agnes.ratering@gmx.de

 

 

 

Die Vogelwelt der Ems vom Kutter aus

10.10.2021 17:00 – 18:30 Uhr  12.10.2021 18:00 - 19:30 Uhr

Die Ems ist einer der tidebeeinbeflussten Flüsse Niedersachsens. Ihre Flussmarschen mit Röhrichten und teils extensiv bewirtschafteten Vordeichwiesen sind ein bedeutendes Rastgebiet für viele Zugvögel.

Die Kutterexkursion bietet uns die Möglichkeit, die vielen Vögel an der Ems und die Schafe auf dem Deich einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu beobachten. Grau und Nonnengänse ässen in den Wiesen oder schwimmen in Reih und Glied vor uns auf der Ems. Enten fliegen scharenweise auf oder in langen Linien über das Wasser. Mit etwas Glück können wir auf der Emsinsel Midlumer Sand eine Rohrweihe auf ihren Beutezug über die weiten Röhrrichtflächen beobachten oder Brachvögel, die im Schlick nach Leckerbissen stochern. Im Petkumer Deichvorland hoffen wir einige Säbelschnäbler am Ufer zu entdecken. Aber nicht nur die Beobachtung der Vögel wird für gute Laune an Bord sorgen, auch das besondere Licht, das sich im Wasser spiegelt, wird uns alle verzaubern.

Veranstalter: NABU Rheiderland

Treffpunkt: Jemgum Ditzum Hafen (53.317059, 7.281424)

Kosten: Erw. 18,- € Kinder 9,- €

Anmeldung: Agnes Ratering Tel 04959-3299987    agnes.ratering@gmx.de

 

 

Frühstück mit den Wildgänsen

Frühstück mit den Gänsen am Kiekkaaste

Am Kiekkaaste bei Nieuwe Statenzijl wollen wir den imposanten Abflug der Gänse zu ihren Äsungsflächen ins Rheiderland beobachten. Im Dollart, der auch Teil des Nationalpark Wattenmeer ist, übernachten sie geschützt vor ihren Feinden. Schon kurz vor Sonnenaufgang machen sich die Frühaufsteher mit ihren Familiengruppen auf den Weg. Nach und nach folgen dann die großen Schwärme mit einem nicht zu überhörendem Geschnatter. Dieses tolle Naturschauspiel  wollen wir mit heißem Tee oder Kaffee und einer lecker belegten Stulle auf uns wirken lassen. Man sollte mit warmen Schuhwerk, Mütze und Schal ausgestattet sein. Ein gutes Spektiv ist vorhanden, wenn vorhanden, sollten Ferngläser mitgebracht werden. 

 

Kosten: 10,- € Kinder 5,- € Anmeldung erforderlich

 

Treffpunkt ist das Schöpfwerk oder die Schleuse an der Westerwoldschen Aa

Anfahrt über die A280 Richtung Groningen, Abfahrt Bunde West, dann links auf die Neuschanzer Str. den Hinweisschildern Kiekkaaste folgen.

 

Anmeldung: Agnes Ratering 04959-3299987  agnes.ratering@gmx.de

 

Termine:

Sonntag,   21.11.2021     7:30 - 9:30 Uhr

 

 

Gänsebustour durch das Rheiderland

Nicht nur die Wildgänse, sondern Schwärme von Kiebitzen und  Staren, hunderte Pfeifenten an der Ems, und die vielen Silber- und Graureiher sind die Attraktion bei den Gänseexkursionen durch das Rheiderland. In  großen Trupps können  Bläss- und Nonnengänse gesichtet werden.  Im Herbst sind die jungen Blässgänse noch gut zu erkennen, sie haben noch keine weiße Blässe über dem Schnabel und auch die dunklen Bauchstreifen sind noch nicht da. Zusammen mit ihren Eltern haben sie den weiten Weg vom eisigen Norden in das  Rheiderland geschafft und füllen jetzt ihre Kraftreserven auf den den Wiesen wieder auf.

Unvergeßliche Eindrücke gewinnt man an der Bohrinsel, wenn bei untergehender Sonne Tausende von Bläss- und Weißwangengänsen in den Dollart einfliegen.

Auf Anfrage planen wir gerne eine Bustour mit Ihnen durch das Rheiderland. Mindestteilnehmerzahl 7 Personen

Ansprechpartner: Agnes Ratering ,  agnes.ratering@gmx.de und Edzard Busemann  eb@cbycb.d