Künstliche Inseln für seltene Vögel

Seeschwalben sind besonders spezialisierte Vögel. Ihre schlanken Flügel und der gegabelte Schwanz weisen sie als geschickte und wendige Langstreckenflieger aus. Ihre kurzen Beine weisen darauf hin, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens in der Luft verbringen. Den Winter verbringen sie auf der Südhalbkugel.

Die Küstenseeschwalben fliegen dabei bis in die Antarktis und umrunden damit einmal im Jahr die Erde. Überall auf ihrem Weg jagen sie im oberflächennahen Wasser nach kleinen Fischen. Dabei können sie wie ein Hubschrauber in der Luft stehen, den Fisch anvisieren und pfeilschnell hinunterstoßen.
Auch in der Brutzeit sind die Seeschwalben echte Spezialisten. Während die Küstenseeschwalbe vom Wattenmeer bis hoch hinauf in die Arktis brütet, sucht die Flussseeschwalbe sich gerne neu entstandene Sand- und Kiesbänke in natürlichen Flusssystemen aus. Doch die Menschen haben die Flüsse kanalisiert und es entstehen keine Sandbänke mehr. Aus diesem Grund muss der Seeschwalbe mit künstlichen Sandbänken in Form von Brutflößen an Flüssen und Seen geholfen werden. Nur hier können die seltenen Vögel heute noch erfolgreich brüten.

Flussseeschwalben auf dem Floss im Wymeerer Kolk

Spontaner  Einsatz in Wymeer

 

Auf der Insel im Wymeerer Kolk brütete seit einigen Wochen eine Nilgans. Daher war es an der Zeit, den Zaun der Insel etwas zu öffnen, damit die jungen Gössel auch das Wasser erreichen können. Mit dem Kanu war die Insel schnell erreicht und der Zaun konnte am Nistplatz etwas hochgebogen werden.

 

 

Eine Tafel mit Hinweisen und Informationen zu den Flussseeschwalben wurde installiert.

 

 

 

Neue Brutinseln für den Swartwolder Kolk

 

Auch auf dem Swartwolder Kolk sollen in Zukunft wieder Seeschwalbenflösse installiert werden.

Ziel ist das nachhaltige Angebot von Bruthabitaten für die nach der niedersächsischer Roten Liste stark gefährdeten Flussseeschwalbe. Dazu wurden zwei durch Sturm geschädigte Flösse 2019 geborgen. Sie sollen instand gesetzt werden, und dann im nächsten Jahr wieder in den See gebracht werden. Mit Unterstützung der Ökologischen NABU Station Ostfriesland haben wir einen Antrag auf Förderung dieser Maßnahme bei der Bingo Umweltstiftung gestellt.